„Auf den Geschmack kommen“
Küchezwischen Kirche und Kunst
mit
Thorsten Gillert -Küchenmeister,
Wolfgang Teichert - Theologe
und Christoph Riemer -Künstler

01. – 04. September 2011
Einladung >>> 
     
im Kloster Volkenroda /Südharz

zum Thema SERENDIPITY>>>>
 
Resonanzworte
Hier-in-Hinterindien –Curry

Fernweh und nach Hause kommen

Schönes Tischgespräch
Einfache Genialität
Einfach gut gegessen
Nudelig

Aromatisch aber unaufdringlich

Geschmackvoller Hintergrund
Horizontweiten
Ein Currydöschen
Wohlig
Zauberhafter Curry
Wahrhaftig
Genuss pur
Geschmacksfunken
Himbeerrote Sommerfrische

Curry und Lauchzwiebel: zu viel Schärfe

Charakterköpfe
Mosaik
 
1.Shortlecture Wolfgang Teichert>>>

   
Resonanzworte auf das Essen
 
Mächtig
Klein aber fein
Makrele aufgefrischt
Aufgeschlossen

Das Hanseatische war nicht zu verleugnen

Anis-Linsenwucht
Andante von Linsen

Verräucherte Linsenparty mit adventlichem Abschied

Verkehrte Welt
Linsenpolka
Saurere Fisch und süßes Pfläumchen
Bestehen nebeneinander
Gelbrotbraungrüne
Linsenbund
Da liegt der Fisch begraben
Tod im Räucherofen
Hamburger Prise

Zimt oder Kardamom, egal: Hauptsache Rotwein

Das Pflaumenpflücken hat sich gelohnt

Geschmacksvielfalt

2.Shortlecture Wolfgang Teichert>>>

 
Resonanzworte entfallen aus finalen Sattheitsgründen.

Sie werden später nachgeholt, aber hier notiert

 
Wiesenreigen
Geschmackknospen

Eintauchen, Zunge voraus, ablecken

Angebotsvielfalt, Überfluss

Erfüllung

Mett schreckt nicht ab

Also doch mit dem kleinen Finger

Vollendete Komposition

Artischocken machen Arbeit

Suchen
Sammeln
Sommersatt
Minzgemahl

Geschmacksfülle mit Raubwanzen

Erkennen

Mit später Küchenrunde

Surprise des Geschmacks

Vertrauen

Aus vielen Noten entsteht eine Komposition.

 

3. Shortlecture Wolfgang Teichert>>>
DIE EINKEHR

Bei einem Wirte wundermild, da war ich einst zu Gaste,

ein grüner Apfel war sein Schild, an einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum, bei dem ich eingekehret,

mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste,

sie sprangen frei und hielten Schmaus und sagen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu grüner Ruh, auf weichen grünen Matten,

der Wirt er deckte selbst mich zu, mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit, da schüttelt er den Wipfel

gesegnet sei er allezeit, von der Wurzel bis zum Gipfel.

Ludwig Uhland, 1787 - 1862
 
Rezepte zu mitgebrachten Lebensmitteln>>>
4. Shortlekture Wolfgang Teichert>>>

Der Apfelgarten

Komm gleich nach dem Sonnenuntergange,
sieh das Abendgrün des Rasengrunds;
ist es nicht, als hätten wir es lange
angesammelt und erspart in uns,

um es jetzt aus Fühlen und Erinnern,
neuer Hoffnung, halbvergessem Freun,
noch vermischt mit Dunkel aus dem
Innern, in Gedanken vor uns hinzustreun

unter Bäume wie von Dürer, die
das Gewicht von hundert Arbeitstagen
in den überfüllten Früchten tragen,
dienend, voll Geduld, versuchend, wie

das, was alle Maße übersteigt,
noch zu heben ist und hinzugeben,
wenn man willig, durch ein langes
Leben nur das Eine will und wächst und schweigt.

Rilke, Rainer Maria (1875-1926)

 

Mond über Segeln;
Tafeln in großer Runde.
Ein Segen für uns!
 
Weitere Resonanzen auf das Essen zum Thema Segen in Form von Haikus>>>

Schlusssegen:

Wir sagen jetzt Adieu

Zu Gott hin,

unterwegs bleiben in den Spiel- und Zwischenräumen unsres Lebensweges,

hinausgehen, eingehen, entgegengehen, inne halten, schmecken und sehen und probieren wie hier in Volkenroda.

Finden, was nicht gesucht,

 hören, was unerhört,

schmecken, was riecht, riechen, was schmeckt,

berühren und sich berühren lassen

Sich zeigen, sich verbergen, einander zum Segen,

achtsam

Segen im Schmecken, Schlürfen, Schmatzen,

auch Segen im Schmerz und Alleinsein, als Ausspucken, vielleicht sogar als Ekel. Aber auch Wohlgeruch, Wohlschmeckend, Wohliges Wohlgefühl, Wohlfahrt,

Sehr zum Wohle wie bei Schlussmahl mit dem Strudel

Gott segne Euch,

Euer Heimkommen, Ankommen, Wiederkommen,

jetzt und alle Tage, von nun an,

 er lasse sein Angesicht leuchten über Euch und sei Euch gnädig.

Er erhebe sein Angesicht auf Euch und schenke Euch Schalom.


Gesamte Dokumentation von Wolfgang Teichert
PDF 18 Seiten>>>


Resonanzen auf die Webdoku per email an Christoph Riemer >>>


Der nächste Workshop Küche zwischen Kunst und Kirche
mit Thorsten Gillert, Wolfgang Teichert  und Christoph Riemer
findet vom 30.08. - 02.09.2012
im Kloster Volkenroda statt